Parkhäuser in Saarbrücken nicht mehr zeitgemäß und zu teuer!

Parksituation schreckt Kunden ab!

Die FDP Stadtratsfraktion sieht Probleme für die weitere Entwicklung für Saarbrücken als Einkaufsstandort, wenn sich nicht endlich etwas an der Parksituation ändert. „Seit Jahren bekommen wir Klagen über die im Vergleich zu anderen saarländischen Städten aber auch im bundesweiten Vergleich von Städten gleicher Größe extrem hohen Parkgebühren in Saarbrücken. Deshalb fordern wir die Verwaltung auf, Ausstiegsszenarien aus den Verträgen mit Q-Park zu prüfen. Nur so können die Preise gesenkt und Einfluss auf den Wettbewerb genommen werden“, so Dr. Helmut Isringhaus, Fraktionsvorsitzender der FDP im Stadtrat. 

Zu den hohen Preisen kommt aus Sicht der Liberalen, dass viele Parkhäuser nicht schrittgehalten haben mit der Entwicklung der Autos. „Die Autos sind heute im Schnitt größer als vor Jahrzehnten, als die meisten Parkhäuser in Saarbrücken geplant und gebaut wurden. Seitdem wurde der Zuschnitt der Parkplätze sowie die Ein- und Ausfahrten aber nicht geändert. Hier besteht dringend Handlungsbedarf“, so Isringhaus weiter.

Auch das Erscheinungsbild von manchen zentralgelegenen Parkhäusern sei für Saarbrücken kein Aushängeschild. „Außer Beschwerden zur Sauberkeit erreichen uns leider auch Hinweise, dass die Bürgerinnen und Bürger Angst haben, da sie u.a. häufiger auf Drogenkonsumenten zwischen den parkenden Fahrzeugen treffen“, betont Isringhaus.

Gerade bei den städtischen Parkhäusern, die langfristig an Q-Park verpachtet wurden, müsse deshalb gehandelt werden.  „Leider kennen wir nicht die kompletten Vertragsinhalte und können daher nicht sagen, welche Möglichkeiten die Stadt gegenüber Q-Park hat. Im Vergleich zu anderen Städten hat es der damalige SPD-Oberbürgermeister aber wohl versäumt, einige Rechte der Stadt und Pflichten für den Pächter in den Vertrag zu schreiben, worunter die Bürger und Gewerbetreibenden leiden. Auch seine SPD Nachfolgerin als Oberbürgermeisterin hat sich nicht darum gekümmert. Wir können daher nur hoffen, dass die Verwaltung jetzt eine Möglichkeit findet, gegen die übertriebenen Parkgebühren und den schlechten Zustand der Parkhäuser vorzugehen. Es muss endlich etwas an der Parksituation geändert werden. Nur so kann die Landehauptstadt als die Einkaufsstadt der Region ihre Attraktivität erhalten, Kunden binden und ein Abwandern in das Internet oder andere Städte verhindern“, so Isringhaus abschließend.