Siegerentwurf im Architektenwettbewerb für die neue Kongresshalle vorgestellt – FDP bezweifelt Kostenrahmen 

Wie die Bürgerinnen und Bürger so konnte sich auch die FDP-Stadtratsfraktion jetzt zum ersten Mal ein Bild von dem Siegerentwurf des Architektenwettbewerbs für die neue Kongresshalle machen.   

Dazu der Fraktionsvorsitzende der FDP im Stadtrat Dr. Helmut Isringhaus:  

„Die Architekten haben gezeigt, wie unterschiedlich man an das Thema ran gehen kann und welche Möglichkeiten es gibt, dass Saarbrücken an dieser Stelle aufgewertet wird. Dem Sieger gratulieren wir herzlich und würden uns natürlich freuen, wenn der Entwurf auch umgesetzt werden würde. Dass jedoch bei einem so wichtigen Termin weder Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU), noch Baudezernent Patrick Berberich (CDU), noch Finanzdezernentin Barbara Meyer (Grüne) anwesend waren, lässt schon Schlimmes ahnen. Die Planung von CCS läuft offenbar völlig an der Stadt vorbei, obwohl diese als Empfänger der Zuwendungen des Bundes das Hauptfinanzierungsrisiko trägt. Es muss daher sichergestellt sein, dass es keinen Punkt gibt, der förderschädlich wäre. Denn das Land, obwohl ihm 80% der Gesellschaft gehören, trägt kein Risiko. Sollte die Förderung entfallen, bleibt die Summe an der Stadt hängen. Hier ist der Oberbürgermeister in der Pflicht. Er sieht es als sein Projekt an und muss daher auch dafür sorgen, dass der Stadt kein Schaden entsteht. Ein zusätzliches Risiko besteht in der kurzen Restlaufzeit der Förderperiode, die Ende 2026 endet. Bei einem Baubeginn 2024 ist es eher unwahrscheinlich, dass die Halle bis Ende 2026 gebaut und abgerechnet ist. Ebenso müssen jetzt die Kosten geklärt und festgehalten werden, wer die sehr wahrscheinlichen Mehrkosten tragen wird. Denn bei den gestiegenen Baupreisen darf bezweifelt werden, dass der Siegesentwurf in dem geplanten Kostenrahmen zu verwirklichen ist. Wir brauchen keinen zweiten Ludwigspark in Saarbrücken!