Deutsche Bahn AG steht wieder nicht zu ihrem Wort -Behindertengerechter Umbau in Güdingen wieder verschoben!

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz der damaligen Saar-Verkehrsministerin Anke Rehlinger (SPD) und der Bahnvorständin Jeannette Winter, zuständig für Produktion von der DB Station&Service AG, wurden die geplanten Investitionen in saarländische Bahnhöfe erläutert. Wie schon 2020, damals wurden von einem DB-Sprecher mitgeteilt, dass definitiv 2023 2,5 Mio Euro in Güdingen investiert werden sollen, wurde bestätigt, dass der Bahnhof in Güdingen 2023 umgebaut werden soll. Da es seit Januar keine weiteren Informationen zu der geplanten Maßnahme gab, fragte die FDP-Stadtverordnete und Vorsitzende der FDP Güdingen, Heike Müller, in der letzten Sitzung des Stadtrates nach dem Stand der Planungen. Der Baudezernent Patrick Berberich berichtete, dass auf Anfrage die Deutsche Bahn mitgeteilt habe, dass der Umbau auf 2025 verschoben sei.

Dazu teilt die FDP-Stadträtin Heike Müller folgendes mit:
„Dass wir uns in Güdingen auf Zusagen der Deutschen Bahn AG nicht verlassen können, sind wir schon gewohnt. Es wurden uns schon mehrmals definitive Termine genannt und erst auf Nachfrage teilte man uns dann mit, dass ein Termin wieder verschoben wurde. Es ist schon ein erbärmliches Bild, wie die Bahn hier mit Fahrgästen und möglichen Fahrgästen umgeht. Alle reden von Inklusion, Barrierefreiheit und dem Umstieg auf den ÖPNV. Güdingen ist nur ein Beispiel dafür, dass das nur Worte sind. Viele würden gerne auf den ÖPNV umsteigen, aber so lange selbst in städtischen Randbezirken Menschen von der Nutzung ausgeschlossen werden, brauchen wir über den Ausbau in den ländlichen Regionen nicht zu sprechen. Die Bürger werden gezwungen, ihr Auto zu nutzen.
Schlimm ist, dass sich ein großes Unternehmen wie die Deutsche Bahn nicht für Baugesetze zu interessieren scheint. Jeder, der ein neues Geschäft eröffnet, muss heutzutage barrierefrei bauen, egal wie viele Kunden er erwartet, aber die Bahn braucht erst ab 1000 Fahrgästen am Tag tätig zu werden und selbst diese Zahl ignoriert sie in Güdingen. Wenn der geforderte Umstieg auf den ÖPNV gelingen soll, dann muss er endlich für alle erreichbar sein. Unsere ehemalige Verkehrsministerin und jetzige Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) hat hier viel zu lange einfach zugesehen. Sie muss endlich mehr Druck auf die Deutsche Bahn ausüben, damit im Saarland nicht nur Güdingen, sondern alle Bahnhöfe schnellstmöglich barrierefrei werden. Die Güdinger glauben der Deutschen Bahn zwar schon lange nicht mehr, aber wir als FDP werden weiter den Finger in die Wunde legen und hoffen, dass wir vielleicht den Umbau noch erleben.“