Kinder werden täglich mit Drogenhandel und Konsum konfrontiert! – Muss erst etwas geschehen, bevor gehandelt wird?

Die Berichte in den Medien spiegeln aus Sicht der FDP-Stadtratsfraktion nur unzureichend die Realität der Anwohner in der Johannisstraße wider. Seit dem Abriss der Wartehäuschen an der Johanneskirche ohne Ersatzkonzept gab es eine Verlagerung an den sogenannten Pavillon. Schon vorher wurde offen gedealt und Drogen auf Fensterbänken abgewogen. „Dass die Anwohner und vor allem die Kinder auf ihrem Weg in die Kita oder die naheliegende Grundschule Angst haben, ist verständlich und mit den Anwohnern fragen wir uns, wieso die Polizei gefühlt oft nur zusieht“, so der Fraktionsvorsitzende der FDP im Stadtrat, Dr. Helmut Isringhaus. „Laut Anwohnern und ansässigen Gewerbetreibenden reagierte das Innenministerium mit einer kurzen Mail, dass man die Unterlagen an die zuständigen Stellen der Stadt und des Landespolizeipräsidiums weitergeleitet habe. Bisher gab es von Seiten des Präsidiums noch keine Reaktion. Als oberste Dienstaufsicht hätten wir von dem Ministerium mehr erwartet. Die Polizei und nicht die Stadt ist für die Sicherstellung der Einhaltung der Gesetze, was illegalen Drogenhandel und Konsum angeht, zuständig und muss daher verstärkt in Erscheinung treten. So haben wir an dieser Stelle gefühlt einen rechtsfreien Raum“, stellt Isringhaus klar.  

„Es wird von bestimmten Seiten immer wieder betont, dass man Menschen mit multiplen Problemlagen helfen müsse und sie nicht aus der Stadt verdrängen könne. Es kann nicht sein, dass Bürger, von denen einige schon Jahrzehnte hier wohnen, teilweise mit ihren Unternehmen an dieser Stelle Arbeitsplätze schaffen und Steuern zahlen, in Angst leben“, so Isringhaus weiter. „Positiv sehen wir, dass die Stadt nun zwei neue Sozialarbeiter eingestellt und ein Konzept erarbeitet habe. Auf jeden Fall muss jetzt gehandelt werden. Der Platz an dieser Stelle ist in dieser Art und Weise nicht mehr tragbar. Mit ihm bietet die Stadt einen mit Steuern finanzierten Platz zum Dealen an. Er ist weit über die Grenzen Saarbrückens bekannt und ein Anziehungspunkt für Dealer und Abhängige aus der Großregion. An anderer Stelle weist die Verwaltung auf ihre Verantwortung und die rechtlichen Grundlagen hin, weswegen sie Zelte entfernen möchte. Gleichzeitig muss sie gemeinsam mit der Polizei auch an dieser Stelle dafür sorgen, dass die Gesetze eingehalten werden. Es muss endlich den Anwohnern geholfen werden“, fordert Isringhaus.